Ein kleiner Whiskytasting Knigge

Ein kleiner Whiskytasting Knigge

Whisky wird immer bekannter, immer mehr Menschen beginnen sich mit dem Thema Whisky zu beschäftigen und sich darüber zu informieren. Der Whisky bietet eine so unglaublich große Vielfalt, dass eigentlich für jeden Geschmack etwas dabei ist. Torfig, fruchtig, würzig, süß, Sherry… Doch wie findet man das, was einem am besten schmeckt. Um einen Einstieg in die Welt des Whiskys zu finden oder um seinen Horizont dort zu erweitern eignet sich perfekt ein Whiskytasting. In ganz Deutschland gibt es eine Vielzahl an Veranstaltern, so dass jeder bei sich in unmittelbarer Nähe die Möglichkeit findet, an einem Tasting teilzunehmen.
Doch wie funktioniert so ein Tasting und worauf muss ich dort achten, wie verhalte ich mich angemessen? Dieser Artikel soll einen kleinen Leitfaden geben. Für die, die vor ihrem ersten Tastingbesuch stehen und für die, die bereits Tastingerfahrung haben.

Vorbereitung

Was ziehe ich an?
Whisky kann man sowohl im Smoking als auch im Kapuzenpullover genießen. Es ist also prinzipiell egal, was man anzieht. Es sollte bloß der Lokalität angemessen sein, für das Whiskytrinken ist man immer angemessen gekleidet.

Duft auflegen? Niemals!
Whisky schmeckt nicht nur, Whisky rieht auch. Das sogenannte „Nosing“ ist ein wichtiger Teil des Tastings. Deswegen sollte man alle irritierenden Gerüche vermeiden und auf Rasierwasser oder Parfüm verzichten.

Essen und Trinken

Mahzeit und “Grundlage”
Nur von Whisky allein kann man sich (leider) nicht ernähren. Deshalb sollte man vor dem Tasting eine „Grundlage“ schaffen. Hierbei sollte man jedoch auf scharfes und stark gewürztes bzw. aromaintensives Essen verzichten um den Geschmack des Whiskys nicht zu beeinflussen.

Nicht nur Whisky trinken
Während des Tastings trinkt man dann am besten stilles Wasser um auch hier den Geschmack des Whiskys nicht zu beeinflussen. Wer nicht ganz so viel Alkohol verträgt sollte im Vorhinein auf andere alkoholische Getränke verzichten. Der Whisky hat genug Umdrehungen und man will seine Sinne ja nicht vernebeln.

Ruhe und Zeit

Whisky genießt man und dafür nimmt man sich Zeit. Man sollte nach einem Tasting also keine weiteren Verabredungen oder Verpflichtungen haben.
Dazu kommt; Whisky ist kein Tequillashot, man ext ihn nicht einfach weg und schüttelt sich danach. Auch beim Verkosten sollte man sich für jeden einzelnen Whisky Zeit nehmen und in Ruhe genießen. Wie genau das Ganze funktioniert wird bei einem (Anfänger-)tasting meist erklärt.

Reden ist Silber, Whisky ist flüssiges Gold

Die drei Fragezeichen
  …man sollte keine Angst vor Fragen haben. Die Veranstalter machen die Tastings, weil sie gerne über Whisky reden, sie beantworten also auch gerne eure Fragen.

Zuhören lohnt sich
Privatgespräche sollte man jedoch auf die Pause verschieben. Der neue Kinofilm oder Geschichten von der Arbeit können warten, bei dem Tasting dreht es sich schließlich um das Thema Whisky. Auch das Handy lässt man besser in der Tasche.

Jeder Jeck ist anders

Verschiedene Typen
Jeder Tastingteilnehmer hat einen anderen Geschmack. Was dir schmeckt muss also nicht auch unbedingt deinem Sitznachbarn schmecken und was dem Veranstalter schmeckt muss auch nicht zwangsläufig den Teilnehmer schmecken.

Verschiedene Whiskys
Jeder Whisky hat einen anderen Geschmack. Gehe offen und unvoreingenommen in das Tasting. Nur weil dir vielleicht einer oder auch zehn torfige Whiskys nicht schmecken, solltest du trotzdem jedem neuen Whisky die Möglichkeit geben, dich zu überraschen.

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